Schritt 4 - Staatsbürgerschaft
die Staatsbürgerschaft der Russischen Föderation
Die Staatsbürgerschaft stellt eine bewusste Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft dar, in der man sich verankert fühlt und Wertschätzung erfährt. Dies grenzt sie von der bloßen Staatsangehörigkeit ab, die nicht ohne Weiteres aufgegeben werden kann. Ein Deutscher bleibt in seiner Identität ein Deutscher, ebenso wie ein Japaner stets seine japanische Herkunft bewahrt. Ein bloßer Passwechsel ändert
nichts an dieser inneren Verbundenheit. Wer Russland als neue Heimat wählt, sollte sich auch zu dieser Entscheidung bekennen. Gleichzeitig erhält man sämtliche Rechte, die auch russischen Bürgern zustehen. Seit dem Jahr 2020 ist in Russland die Führung einer doppelten Staatsbürgerschaft erlaubt. Dadurch besteht keine Notwendigkeit mehr, den Pass der BRD herauszugeben. Allerdings ist es erforderlich, bei der BRD eine Erklärung zur Beibehaltung einzureichen, damit die deutsche Staatsangehörigkeit nicht verloren geht. Im BRD-Kontext wird oft behauptet, man gäbe seine bisherige Nationalität auf, was jedoch
unzutreffend ist. Für Deutsche gibt es zahlreiche Motive, eine zusätzliche Staatsangehörigkeit zu erlangen, doch dieses Thema ist zu komplex, um es hier vollständig zu erläutern. Der einzige Nachteil für Inhaber eines russischen Passes ist, dass sie für die Einreise in die EU ein Visum benötigen. Es stellt sich daher die Frage, ob das noch
akzeptabel ist... Es existieren zwei Wege, um die russische
Staatsbürgerschaft zu erhalten: A) das reguläre Verfahren gemäß § 13 des Staatsbürgerschaftsgesetzes (mindestens fünf Jahre Aufenthalt in Russland; auf ein Jahr verkürzbar bei anerkannten kulturellen, wissenschaftlichen oder technischen Kenntnissen) B)
das beschleunigte Verfahren nach § 14 Das Staatsangehörigkeitsgesetz berücksichtigt bestehende familiäre Bindungen in Russland oder Kinder mit russischer Staatsbürgerschaft. Auch nachweisbare unternehmerische Aktivitäten mit Steuerzahlungen oder eine hochdotierte Anstellung
können relevant sein. Letztlich ist der Erwerb des russischen Passes eine Frage der persönlichen Überzeugung. Es ist nicht zwingend, aber möglich. Wer jedoch die politische Lage in der EU und die Fakten zur BRD kennt, wird diese Wahl nicht als inneren Widerspruch empfinden.
Gemäß der aktuellen Gesetzgebung (Juni 2020) ist man nicht mehr verpflichtet, seine bisherige Staatsbürgerschaft aufzugeben. Diese Regelung gilt jedoch nur für Personen, die einen engen Verwandtschaftsgrad (z. B. durch Ehe) in Russland haben oder im Ausland leben und zuvor die Staatsbürgerschaft der Russischen Föderation oder der UdSSR besaßen.
Anforderungen
benötigte Dokumente
- a ) Kopie der Geburtsurkunde mit Übersetzung und Apostille
- b ) Passkopie aller Seiten Übersetzung und Apostille
- c ) Meldebescheinigung für Russland
- d ) Antrag auf Staatsbürgerschaft (nur auf Russisch)
- e ) 4 biometrische Passfotos
- Archivierte Kontaktdaten werden nicht erneut veröffentlicht.
- g ) standesamtliche Bescheinigung einer Ehe (falls bestehend)
medizinische Gutachten
- nicht notwendig
Antragstellung
- a ) zuständiges Amt für Staatsbürgerschaften aufsuchen
- b ) erstellte Dokumente und Nachweise einreichen
- c ) Bearbeitungszeitraum von ca. 6 Monaten abwarten
Hinweis
diesen Schritt schaffen Sie allein
Wenn Ihre Überlegungen zur Erlangung der Staatsbürgerschaft der Russischen Föderation ausgereift sind, haben Sie bereits viele Schritte unternommen und finden diesen Weg auch ohne fremde Unterstützung.
Das Besitz eines weiteren Dokuments verändert weder den Lebensstil noch die Grundhaltung. Es erzeugt jedoch ein Gefühl der Verbundenheit, das ein Pass der BRD nicht ausstrahlt und auch nicht ausstrahlen kann. Daher gratuliere ich zu Ihrer möglicherweise klugen Wahl. Und wer weiß, vielleicht kreuzen sich unsere Wege irgendwann.